Navigation überspringen
picture without statement
Einführung einer EU-Strategie an der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm – OHM-FitForEU

Das Projekt OHM-FitforEU widmet sich der Implementierung einer eigenen EU-Strategie, die die Potentiale der regionalen sowie nationalen Projekte fördern und die individuelle und institutionelle Teilnahme an europäischen Netzwerken und Forschungskooperationen vorantreiben soll, um so die Teilnahme am Rahmenprogramm für Forschung und Innovation Horizon2020 zu steigern und die Reputation und Sichtbarkeit der eigenen Wissenschaftler in der internationalen Wissenschaftsgemeinde zu erhöhen.

Ausgangslage

Seit ihrer Benennung zur Technischen Hochschule im Jahr 2013 hat die TH Nürnberg eine Vision entwickelt, die sich den gesellschaftlichen Herausforderungen stellt, hohe Qualitätsstandards einhält und sich regional, national und international positioniert. Das Leitbild der Hochschule orientiert sich analog der Forschungsstrategie der EU und der High-Tech-Strategie der Bundesregierung an den Zukunftsthemen, Wirtschaftsbranchen bzw. Anwendungsgebieten und spiegelt das existierende Wirtschafsprofil der Region wieder. Die größten Potentiale für Kooperationsprojekte mit der Perspektive auf europäische Märkte im Programm H2020 werden insbesondere in den drei Fokusthemen Digitalisierung und Industrie 4.0, Neue Materialien & Rohstoffe und Urban Technologies gesehen.
Obwohl die Hochschule mit 160 Hochschulpartnerschaften weltweit als „global player“ aktiv ist, werden diese Potentiale für die Forschung nicht ausreichend ausgeschöpft. Mit dem Projekt OHM-FitForEU soll eine EU-Strategie entwickelt und implementiert werden, um einerseits das Interesse der Wissenschaftler an europäischen Projekten zu erhöhen und sie auf der anderen Seite besser bei europäischen Vorhaben zu unterstützen.

Zielsetzung

Die TH Nürnberg beteiligt sich bereits erfolgreich am H2020 Programm; dennoch hat sich die TH Nürnberg zum Ziel gesetzt, die Anzahl der eingereichten Anträge deutlich zu steigern und die Sichtbarkeit und Reputation der Wissenschaftler in der internationalen Wissenschaftsgemeinde zu erhöhen, um so die Chance auf weitere Beteiligungen in EU-Projekten signifikant zu steigern.
Das CHE Arbeitspapier 187 stellte insbesondere Zeit- und Ressourcenmangel als Hemmnis für die Forschung an Fachhochschulen heraus. Die Lehrverpflichtung von 18 Semesterwochenstunden lässt für F&I-Aktivitäten wenig zeitlichen Spielraum, zumal die Unterstützung durch wissenschaftliche Mitarbeiter an FHs weitgehend fehlt. Aus Sicht der EU-Referenten der FHs werden auf der anderen Seite häufig mangelnde oder „falsche“ Netzwerke (v.a. regionale Vernetzung) der Professoren als Grund für die schwache Beteiligung genannt. Eine internationale Vernetzung der Wissenschaftler ist jedoch eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine aktive Teilnahme an internationalen Forschungs- und Innovationsprojekten (F&I).
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die wesentlichen Hemmnisse, um an europäischen Projekten teilzunehmen, fehlende zeitliche und personelle Ressourcen, der hohe administrative Aufwand von europäischen F&I-Aktivitäten und die fehlende Vernetzung bzw. Kooperationsmöglichkeiten sind. Daraus wurde der Bedarf für die Wissenschaftler, der mit detaillierten Maßnahmen im Projektarbeitsplan näher erläutert wird, abgeleitet (siehe Abbildung).

Aus den Hemmnissen abgeleiteter Bedarf

Aktivitäten

Den bereits angesprochenen begrenzten zeitlichen als auch finanziellen Ressourcen soll mit einem Anreizsystem für die Wissenschaftler begegnet werden. Dieses soll aus einer anteiligen Freistellung vom Lehrdeputat sowie der Bereitstellung von Reisekostenzuschüssen bestehen.
Zusätzlich wird durch eine personelle Verstärkung der EU-Referenten mehr Unterstützung, nicht nur beim Networking, der Antragstellung und der Projektdurchführung (Controlling) geboten, sondern auch Hilfestellung beim Forschungsmarketing (z.B. bei Präsentationen, Erstellung von Forschungsprofilen, Infoflyer) geleistet. Somit soll die Sichtbarkeit der Hochschule im europäischen Forschungsraum verbessert werden.
Des Weiteren soll die Hochschule stärker und themenfokussierter ihre institutionalisierte Vernetzung sowie der Einzelne die individuelle Vernetzung voranbringen, um sich in starke Konsortien als Partner zu integrieren.
Als weitere Maßnahme wird das Zusammenführen von nationalen sowie EFRE (Europäischen Fonds für regionale Entwicklung) geförderten Projekten und Netzwerken mit bereits bestehenden, thematisch passenden H2020-Projekten gefördert, um daraus Synergien für die Hochschule zu schaffen (z.B. Schaffung von gemeinsamen Kooperationen, Publikationen, etc.)

Laufzeit

1.6.2018 bis 31.5.2022

Ansprechperson(en)

 

Dr. Jana Just

EU-Forschungsreferentin

+49 911 5880-4108

Mail schreiben

 

Kerstin Seidel

EU-Forschungsreferentin

+49 911 5880-4057

Mail schreiben
Zum Seitenanfang

FHnet Mitglieder